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Region Ost » Kirche Jenaprießnitz

Östlich von Jena im Gembdental liegt das Dorf Jenaprießnitz.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Jenaprießnitz ist aus dem Jahr 1252 überliefert. In der Urkunde des Burggrafen von Kirchberg, Dietrich, wird der Ortspfarrer Albrecht als ein Zeuge erwähnt.

Jenaprießnitz war ursprünglich slawisch - wie viele der rechtsseitig der Saale gelegenen Orte auf -itz endend. Die Pfarrei galt als ein Lehn der Burggrafen von Kirchberg und wurde von diesen 1292 dem Kloster Bosau übertragen. Nach der Reformation ging sie in den Bereich des Herzogtums Jena über.

Die evangelische Kirche bestand laut Baubefund bereits zur Zeit der urkundlichen Erwähnung des Ortes im Jahre 1252, so stammen aus dieser Zeit noch das hohe, schmale Lanzettfenster an der Chorostseite und die Kreuzgewölbe des Chores.

Wir finden die Kirche heute als ein einschiffiges Gotteshaus mit eingezogenem, längsrechteckigem Chorturm aus frühgotischer Zeit vor, dessen oberer Teil eine Erneuerung durch ein schieferverkleidetes Fachwerk und Walmdach erhielt. Die Kirche wurde bei einem Brand im Jahr 1637 zerstört. Das Schiff in seiner heutigen Gestalt ist ein Neubau von 1856, in das die älteren Bauteile mit einbezogen wurden. Im Langhaus lassen zweizonige frühgotische Lanzettfenster an der Ost- und Südseite - im Süden allerdings heute vermauert - und ein spätgotisches Vorhangbogenfenster mit Kehlen und Leisten das Innere der Kirche hell erstrahlen. Der Charakter im Kirchenraum zeichnet sich durch seine Schlichtheit aus. An den Wänden erstreckt sich eine dreiseitige Empore, eine Flachdecke schließt das Schiff nach oben ab. An das Langhaus fügt sich ein schlanker gotischer, spitzbogig ausgeführter Triumphbogen, der sich zum rechteckigen Chor öffnet. Er erfährt seinen Abschluss durch ein Kreuzgewölbe, dessen Schlussstein ein Relief mit der Darstellung des Christuskopfes ziert.

Ausstattung

  • Frühgotisches KRUZIFIX
  • Mittelbild eines ehemaligen DREIFLÜGELBILDES aus dem 18. Jahrhundert
  • ORGEL, vermutlich aus der Werkstatt von Daniel Adolf Poppe (aus Roda)