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Region Nord-West » Kirche Krippendorf

Der Ort Krippendorf wurde erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1284 erwähnt.

Kirche Krippendorf

Die Kirche - die Datierung des romanischen Baus ist umstritten - fügt sich aus einem einschiffigen Langhaus, an das sich ein querrechteckiger Chorturm und ein einjochig dreiseitig polygonal geschlossener Chor von gleicher Breite anschließen, zusammen. Im Turmunterbau sind möglicherweise noch romanische Mauerteile vorhanden, über diesem ist der Turm achteckig ausgeführt und trägt eine Schweifkuppel mit Laterne.

In gotischer Zeit wurde der Chor umgestaltet, er erhielt seinen polygonalen Abschluss. Eine Nebenapsis vom romanischen Chor blieb jedoch am östlichen Ende des Kirchenschiffes erhalten. Deren Bestand lässt daher vermuten, dass das ursprüngliche Gotteshauses kleiner war und dreiapsidial endete, dergestalt, eine Hauptapsis flankiert von zwei kleineren Nebenapsiden. Der Formensprache der Gotik folgend, zeigen sich auch die Fenster im Chor, deren Maßwerk in Kleeblattbögen und einem Vierpass gearbeitet sind.

Während dieser Baumaßnahmen wurde auch das Kirchenschiff neu errichtet. Dabei gingen die Lanzettfenster mit ihren Maßwerken verloren. Die heutigen Fenster, wie auch das Mansarddach, sind das Ergebnis von Umbauarbeiten aus den Jahren 1734 und 1844.

Kirche Krippendorf

Auch das Innere der Kirche erfuhr eine Neugestaltung, das Schiff erhielt eine dreiseitige, zweigeschossige Empore, die Deckenkonstruktion - über der Empore aus abgeschrägten und geraden Stücken mit Bemalung und in der Mitte als eine flache Holztonne ausgeführt - stammt aus dem Jahr 1734.

Nachdem das Gewölbe im Chor 1825 einstürzte, zog man ein Kreuzgratgewölbe ein, welches auf den gotischen Kopfkonsolen lastet. Sichtbar sind noch fragmentarisch Reste einer Rankenmalerei, um 1500 ausgeführt.





Ausstattung

  • TAUFSTEIN aus Alabaster mit der Jahreszahl 1630
  • ORGEL aus dem Jahr 1880