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Region Nord-West » Kirche Cospeda
Drei Kilometer nordwestlich von Jena liegt der Ort Cospeda, er war Sitz der Adelsfamilie von Cossibode, Kossbode oder Kossweda genannt und wurde im Jahr 1359 an das Zisterzienserinnenkloster in Jena verkauft. Cospeda taucht in den Urkunden 1259 auf und wird 1311 als Cosbode, 1346 als Cossebode und 1448 als Cosebode benannt. Die evangelische Pfarrkirche ist ein einschiffiger Kirchenbau mit einem rechteckigen Chorabschluss im Osten, dessen Baubeginn ins ausgehende 12. Jahrhundert zu datieren ist. Das Chorrechteck sowie dessen Gewölbe und der halbkreisförmige Triumphbogen zwischen Chor und Langhaus sind Reste des romanischen Vorgängerbaus, die in den Kirchenneubau von 1699 integriert wurden. Dies bestätigen die originalen Mauerbefunde, auch eine Inschrift an der Nordseite lässt dies vermuten. Aus dieser Zeit der Umgestaltung stammt auch der niedrige Turm über dem Chor - heute mit Zeltdach und Laterne, der möglicherweise höher war und später abgetragen wurde. Die Jahreszahl 1699 für den Kirchenneubau findet sich auf einer Tafel über der Südtür.
Langhaus und Chor werden im Inneren durch große Rundbogenfenster erleuchtet. An den Wänden des Schiffs
befindet sich eine dreiseitige Empore, die im Westen wurde nachträglich aufgestockt. Die Decke ist als Holztonne
ausgeführt und stammt aus der Erbauungszeit. Der Chor ist kreuzgratgewölbt, die Gewölbe wie auch der Altar sind Originale
aus der Erbauungszeit.
Ausstattung
- KANZEL vermutlich aus dem Jahr 1688 (mit erneuerter Bezeichnung)
- GLOCKE aus der Mitte des 15. Jahrhunderts